Bundesjugendvergleichsfliegen 2013 in Laucha
(an der Unstrut)

Bilder vom Bundesvergleichsfliegen.

Vom 26.09. – 29.09.2013 fand in Laucha (Sachsen-Anhalt) das diesjährige Bundesjugendvergleichsfliegen statt.

Aus Anklam waren Richi, der Fluglehrer, Valdemar, der Verpflegungsmeister, Gundi, die moralische Unterstützung, der Lange, der hilfsbereite Helfer und Shubi, der Teilnehmer, mit dabei.

Am Donnerstag um 10 Uhr war Abflug Richtung Laucha (westlich von Leipzig). Wir haben den Astir CS Jeans (D-7590) und zudem noch Sponsoren-T-Shirts + -fahne mitgenommen.

Wir kamen an dem Haus der Luftsportjugend um 16 Uhr an und waren mit die allerersten, die sich anmelden durften. Aber es wurde nun doch nicht geflogen, da noch recht wenige Vereine eingetrudelt sind.

Direkt nach der Anmeldung hatten wir beschlossen den Zeltplatz aufzubauen. Doch zuvor wurden Pilze (Butterpilze), die wir auf dem Rasen entdeckten, gesammelt, mit dem Plan eine Spezialmahlzeit zu braten. Jemand hatte sogar ein extra Zelt aufgebaut nur um das Höhenruder seiner ASK 13 unterzubringen, weil es nicht auf den Hänger gepasst hatte.

Da ja nicht geflogen wurde, haben wir uns erst mal das Terrain angeschaut. Das große Flugplatzgelände hatte sehr viele Gebäude und Hallen mit vielen Räumlichkeiten noch aus der DDR, wobei das größte Gebäude die alte Reichssegelflugschule war, welches aber eher als Lazarett diente. Der Flugplatz (eine ovale Fläche mit einer Länge von 1 km (Nord-Süd) und einer Breite von 0,8 m (Ost-West)) und besonders der Anflug ist ungewöhnlich, da, wenn der Wind aus östlicher Richtung kommt, über einen Hang aus angeflogen wird. Dennoch gab es dadurch fantastische Ausblicke als wir die Gegend erkundeten.

Der Plan die Spezialmahlzeit zuzubereiten ging am ersten Abend schon schief, da jeder von uns müde war, sodass wir doch zu früh beim Abendessen auftauchten und auch relativ früh ins Bett gingen.

In der Nacht ging die Temperatur auf unter 0°C zurück, sodass, im Gegensatz zu Gundi und Valdemar, die sich ein Zimmer mit Heizung teilten, Richi, im Bus, und Shubi, im Zelt, doch nur eine relativ kurze und kalte Nacht hatten. Dennoch konnten alle pünktlich aufstehen und zum Frühstück auftauchen, was auch nicht leicht war, denn es hatte sich durch das Hochdruckgebiet eine Bodeninversionsschicht gebildet, die für die fantastische Sicht, weit unter 50 m, sorgte. Man hatte also nach dem


Briefing noch ewig Zeit die Flugzeug aufzurüsten. Es waren überwiegend Ka 8 und ASK 13 vorzufinden, aber es wurde auch ASTIR, ASK 23 und Discus 2 geflogen.

Der erste Einweisungsstart konnte also erst gegen Mittag stattfinden, wobei der Flugbetrieb wieder unterbrochen wurde, da alle zu dem Bus stürmten, welcher das Mittagessen ausgab. Es konnte auch frei geflogen werden, zumal es auch ein wenig Thermik gab, um länger in der Luft zu bleiben. Das Lande-T wurde weiter rein verlegt, sodass man beim Landeanflug auch genügend Höhe über dem Hang hatte. Die ersten Landungen waren demzufolge zu weit. Weiterhin wurde versprochen, dass, wenn man aus Sicherheitsgründen im Tal gelandet ist, was heute keiner machen musste, man eine Magnumflasche Sekt geschenkt bekam. Es konnte aber nicht jeder Teilnehmer einen Einweisungsstart erhalten.

Nach dem Abendbrot fand das Briefing zur Kundgabe der Startreihenfolge bzw. des Wetters statt und hinterher noch das Briefing für die Jury, in der auch Richi auch war. Gegen Spätabend kam auch der Lange an. Diesen Abend haben wir gemütlich am Lagerfeuer ausklingen lassen, um am nächsten Tag (Wettbewerbstag) wieder Putzmunter zu sein.

Am nächsten Tag (Samstag) war der Zeitplan natürlich besser, von wegen, denn es gab um 6 Uhr Frühstück, um 7.30 Uhr sollte man startbereit sein und es gab keinen Nebel, aber dafür Vereisung an den Flugzeugen, die noch draußen abgestellt wurden.

Da noch Einweisungsstarts nachgeholt werden mussten, begann das Briefing vor dem 1. Durchgang erst um 9 Uhr. Die Teilnehmer mussten, neben dem einwandfreien Windenstart und der Ziellandung mit sauber geflogenem Seitengleitflug, was man jedem Durchgang zeigen musste, im 1. Durchgang im Gegenanflug einen Kreiswechselflug mit rechts beginnend und mit einer Querneigung von ca. 45° zeigen. Im 2. Durchgang war dann eine hochgezogene Fahrtkurve gefordert, sowie im 3. eine Rollübung mit der Flugzeugnase auf die Jury gerichtet. Shubi war ein wenig nervös, da er einen Anflug aus dem Hang nicht gewohnt ist und hatte wahrscheinlich keinen guten Tag, sodass er die Leistung, die er beim Landesjugendvergleichsfliegen zeigen konnte leider nicht abrufen konnte. Nichtsdestotrotz war es ein gelungener Wettbewerbstag, denn alle drei Durchgänge, also über 140 Starts, wurden sicher und unfallfrei geschafft. Eine kleine Ausnahme gibt es natürlich immer. Es musste jemand im Tal landen, da er zu langsam war und ein bisschen wenig Höhe hatte, um noch auf dem Platz zu landen. Derjenige erzählte: „Es ist meine erste Außenlandung gewesen.“ und die Sektflasche sei ihm gegönnt, da er relativ spät die spektakuläre Kurve Richtung Tal eingeleitet hat und trotzdem sicher runter gekommen ist.


Danach wurde abrüsten und aufwärmen, besonders die Jury war halb erfroren, angesagt. Und das Ende des Wettbewerbstagen wurde mit der Party für alle Teilnehmer vollendet, wobei der Auftritt der Flugplatzkapelle aus Stölln, das Beisammensein und Kennenlernen am Lagerfeuer und später auch die Musik zum Tanzen im Speisesaal mit zur fantastischen Stimmung der Partygäste beitrug.

Am Sonntag, dem 29. September 2013 um 10 Uhr, wurde das Bundesjugendvergleichsfliegen 2013 mit einer Siegerehrung und einem Gruppenfoto beendet. Das Wichtigste natürlich ist so viele Erfahrungen wie möglich mitzunehmen und nicht letzter zu werden. Wir haben einen 25. Platz von 47 Teilnehmer (der Außengelandete wurde nicht gewertet, aber er bekam eine Medaille für seine richtige Entscheidung). Weitere Teilnehmer aus MV belegten den 26. und 37. Platz. Bremen hatte drei der vier Pokale abgesahnt, denn sie belegten den 1. und 3. Platz und den 1. in der Bundesländerwertung.