ILA 2002

Alle zwei Jahre finden sich auf der Internationalen Luft- & Raumfahrtausstellung (ILA) zahlreiche Aussteller aus ziviler und militärischer Branche auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld zusammen. Obwohl die Messe in erster Linie als einer der wichtigsten Handelsplätze der Luft- und Raumfahrtindustrie in Europa gilt, öffnet sie auch für den Ottonormalverbraucher ihre Tore. Vor allem aufgrund der vielfältigen Flugvorführungen und angesichts des bunten Programms mit vielen interessanten Exponaten und Ausstellern aus allen Bereichen entschlossen sich insgesamt acht Vereinskameraden aus Anklam, an diesem Spektakel teilzunehmen.

Schon früh – nämlich kurz vor 6 Uhr morgens – machten wir uns am 11. Mai auf den Weg. Nach dem Zug- und Bustransfer zum Ausstellungsgelände begegnete uns gleich eine Neuerung. Dem Kartenverkauf war eine – wenn auch infolge des 11. Septembers verständliche – Sicherheitskontrolle nachgeschaltet, durch die wir uns erst durchquälen mussten.

Als wir uns endlich wieder frei bewegen konnten, verschafften wir uns einen groben Überblick. Es ist schon überwältigend, die richtig großen "Vögel" einmal live zu bestaunen. Hautnah neben AWACS, Tornado und Airbus A-340-600 bestaunten wir viele Ausstellungsstücke der größeren Veranstalter.

Nunmehr begaben wir uns in Richtung der kleineren Luftfahrtzeuge. Business-Jets, Privatflugzeuge und Helikopter wurden unter die Lupe genommen. Natürlich lag es nahe, auch unserem Kameraden Nordi "Hallo" zusagen. Als Vertreter von "OMF-Aircraft" (Flugzeugbauer aus Neubrandenburg) hat er uns in die Besonderheiten der "OMF-160 Symphony" eingewiesen und Hüthchen durfte sogar mal an die Ruder!

Jetzt begannen die für uns interessanten Flugvorstellungen. Besonders erwähnenswert war der Segelkunstflug der Synchron-Gliders mit zwei "Swift S1" Maschinen. Beeindruckend waren ferner der Motorkunstflug des FAI Weltmeisters auf einer "Extra 330L" und der Troika Schlepp mit "Wilga" und drei "Piraten". Für einige Kenner wird wohl auch der Flug des Segelflugzeuges "Lehrmeister" (später durch den polnischen "Bocian" abgelöst) alte Gefühle geweckt haben. Publikumsmagnet für alle "Unbeleckten" ist natürlich immer das Programm der Bundeswehr und der Flug des Eurofighters. Der ohrenbetäubende Lärm der Nachbrenner und die atemberaubenden Figuren, die dieses Flugzeug an den Himmel zauberte, hinterlassen zweifelsohne Erinnerungen.

Leider fing es dann wegen eines Gewitters an schauerartig zu regnen. Einige Luftfahrtzeuge blieben deshalb am Boden, sodass wir erneut Matthias Nordengrün aufsuchten. Sein "Verkaufszelt" bot schützenden Unterstand, den wir dann aber bald wieder verlassen haben, weil wir nicht zu viele potentielle Kunden abschrecken wollten.

Da der Niederschlag nicht wirklich enden wollte, begaben wir uns schweren Herzens auf den Heimweg. Das absolute Highlight – den Flug der Schweizer Nationalstaffel "Patrouille Suisse" mit sechs Jagdflugzeugen vom Typ Northrop F-5E "Tiger" II – konnten wir daher nur von der Ferne (S-Bahn Station Altglienicke) bewundern. Des weiteren entgingen uns die Starts von den Hochleistungs- und Rekordsegelflugzeugen "eta" und "SB-10", die wir aber wenigstens am Boden gesehen haben.

Die Rückfahrt gestaltete sich ebenso problemlos wie die Anreise und das alles zu einem Preis von 7€ pro Person! Dank den Animationskünsten eines Rene Fiedelmann hatten nicht nur wir, sondern auch einige andere Leute in unserem Abteil ihren Spaß. Alles in allem war dieser kleine Ausflug sehr lohnenswert und wird dem ein oder anderen sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben.

Bericht von Paul Kirchner

 zurück